die schönsten Geheimen spots fernab der menge

Das Land von Feuer und Eis hat so viele atemberaubende Sehenswürdigkeiten zu bieten - eine schöner als die andere. Während unserer Islandreise waren wir auch an Orten, die wir bisher weniger im Internet oder auf Instagram fanden, wahre Geheimtipps also. Dis schönsten haben wir für euch hier zusammengefasst, mit der Garantie, dass ihr hier fast alleine seid und den Augenblick ganz für euch habt.

Gljúfrabúi


Gljúfrabúi ist unserer Meinung nach mit der schönste Wasserfall in Island. Er liegt ganz versteckt neben dem bekanntem Seljalandsfoss - direkt an der Ringroad im Süden etwa eine halbe Stunde nach Hella. Seljalandsfoss kann man von der Straße aus entdecken und ist kaum zu übersehen. Parkplätze befinden sich direkt vor dem Wasserfall. Hier halten jedoch auch einige Touristenbusse und dementsprechend ist dort auch relativ viel los - Fotos machen gestaltet sich schwierig.

Etwas anders sieht es jedoch aus, wenn man 500 Meter den Weg weiter geht. Durch einen schmalen Spalt aus Steinen gelangt man zum Gljúfrabúi, wo im Gegensatz zu Seljalandsfoss deutlich weniger los ist. Der Wasserfall liegt verborgen in einer offenen Höhle, die man durch einen schmalen Felsspalt erreichen kann. Verzichtet in diesem Fall lieber nicht auf Regenschutz - es sei denn, ihr wollt eine gratis Dusche.

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Dynjandi


Als wir diesen Wasserfall auf Instagram entdeckten, war uns eins klar - wir müssen dorthin. Es ist wohl nicht nur der spektakulärste Wasserfall Islands, sondern definitiv ein Must-see jeder Islandreise.

Leider liegt Dynjandi nicht auf der Ringroad sondern etwas weiter abgelegen in den Westfjorden. Zwischen Bogardes und Stadur im Westen verlasst ihr die 1 und folgt etwa zwei Stunden lang der 60. Der letzte Teil ist dabei nur Schotterstraße und so etwas mühselig zu fahren, aber ihr werdet während der Fahrt mit unglaublichen Aussichten belohnt und die zwei Stunden vergehen wie im Flug.

Angekommen erwartet euch der wohl unglaublichste Wasserfall, den ihr je gesehen habt und mit Abstand das Highlight unserer Islandreise. Schon von unten kann man seinen Augen kaum glauben, besser wird es jedoch, wenn man den kurzen Wanderweg (ca. 15 min) hinaufgeht und sich oben vor das Wasser stellt. Wenn man ganz mutig ist, kann man auch einen kleinen Pfad weiter hoch gehen und sich auf den Hügel direkt vor den Wasserfall stellen - aber Vorsicht, es ist so, als würde man unter einer Dusche stehen - Regenschutz ist auch hier wieder von Vorteil (Foto rechts).


Der lange Weg hat sich auf jeden Fall gelohnt und wir würden jedem, der nach Island fährt, diesen Wasserfall empfehlen. Dynjandi ist wirklich der atemberaubendste Wasserfall in Island und jede Reise hin wert!

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Húsavík


Húsavík liegt ganz im Norden Islands und ist mit die schönste Stadt. Mit 2300 Einwohnern zählt sie auch zu den größeren Städten - hier gibt es einige Restaurants, Museen und Möglichkeiten, einen schönen Tag zu verbringen.

Als ,,Walhauptstadt Europas'' gibt es natürlich auch die Chance zum Whale Watching. Tickets kosten zwischen 70 und 140€ und sind entweder direkt am Hafen oder vorher online buchbar, wobei die vorherige Online-Buchung besonders in den Sommermonaten empfohlen wird. Wale kann man das ganze Jahr über sehen, wobei wir eine Tour im September machten und leider kein Glück hatten. Die Tour war trotzdem ein tolles Erlebnis; mit dem Schneeanzug auf einem Holzboot durch den Nordatlantik zu fahren und dabei Ausschau nach Walen zu halten bleibt in Erinnerung. Unsere Tickets haben wir bei Gentle Giants (https://www.gentlegiants.is) gebucht und waren voll zufrieden! Auch wenn wir nicht erfolgreich waren, würden wir die Tour auf jeden Fall empfehlen, wobei die Wahrscheinlichkeit wirklich hoch ist, Wale zu sehen und wir von vielen anderen Reisenden tolle Geschichten gehört haben!

Auch GeoSea war ein tolles Erlebnis! GeoSea ist ein Thermalbad am Rande Húsavíks. Dort kann man es sich gut gehen lassen und in 38 Grad warmen Wasser auf den Atlantik schauen. Der Eintritt ist mit etwa 35€ nicht gerade günstig, man kommt jedoch voll auf seine Kosten und es lohnt sich allemal! Besonders wenn man Campen ist, sind die Duschen ein wahrer Luxus und die warmen Bäder belohnen die kalten Tage ganz im Norden.


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Múlagljúfur


Múlagljúfur ist ein wahrer Geheimtipp im Südosten Islands - direkt neben der Ringroad, aber nicht im Reiseführer zu finden und daher auch menschenleer. Die Schlucht ist bildschön mit steilen Felswänden und einsamen Flüssen im Tal. Auch Múlagljúfur hatten wir auf Instagram entdeckt und wir wussten, dass diese Schlucht einen Besuch wert ist. Die Suche nach dem richtigen Weg stellte sich jedoch als Herausforderung raus, genauso wie die Wanderung dorthin.


Der Schotterweg ist auf keiner Karte zu finden. Auch Google Maps hat uns einfach nur auf eine Straße geführt; eine großen Schlucht war nicht in Sicht. Deshalb hier eine kleine Wegbeschreibung zu der wohl schönsten Wanderung mit der besten Aussicht Islands:

Der Canyon liegt nahe der Ringstraße zwischen dem Ort Hof und der Fjallsárlón Gletscherlagune. Etwa 3,4 Kilometer westlich der Zufahrt zur Fjallsárlón zweigt eine Schotterstraße ab, die nach etwa zwei Kilometern auf einem Parkplatz endet. Von dort aus folgt man immer dem kleinen Wanderweg und nach etwa einer Stunde (Vorsicht, es geht steil bergauf!) erreicht man den Gipfel mit der atemberaubenden Aussicht.


Zwischendurch kommt man an Flüssen und Moosfeldern vorbei, wo man sich auch nach der langen (und echt anstrengenden!) Wanderung eine kleine Pause bzw. ein kühles Getränk (das Wasser in den Flüssen kommt von den Gletschern und ist sauber und trinkbar) erlauben kann.


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Krafla


Wenn man den kleinen Hügel kurz vor Krafla hinaufgeht und das erste Mal einen Blick auf den Krater bekommt, kann man seinen Augen kaum glauben - das tiefblaue Wasser direkt in den orangenen Hügeln sieht aus, wie auf einem anderen Planeten (das Foto ist nicht bearbeitet, die Farben sind wirklich so!). Dabei ist der Krater auch recht wenig besucht, obwohl er direkt neben der Ringroad liegt. Kurz vor Reykjahlid im Norden Islands biegt man auf eine kleine Nebenstraße ab, Krafla ist auch ausgeschildert. Vorbei an eher für Island untypischen Fabriken geht es weiter bergauf, bis man zu dem Parkplatz direkt vor dem Krater kommt. Hier gibt es auch zahlreiche Wanderwege die alle durch die unglaubliche orangene Landschaft Nordislands führen.

Wenn man also auf der Ringroad unterwegs ist, darf Krafla auf keinen Fall fehlen und ist einen Besuch wert, wer mehr Zeit hat muss auf jeden Fall auch auf den vielen Wegen wandern gehen, die durch die Vulkanlandschaft führen.

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FOLALDAFOSS


Diesen Wasserfall haben wir nur dich Zufall entdeckt und er stellte sich als wahrer Geheimtipp heraus. Wir sind dabei in Ostisland nach Djupivogúr von der 1 auf die 939 abgebogen, um nach Egilsstaðir zu fahren und kamen an diesem Fotospot vorbei. Man kann Folaldafoss von der Straße aus sehen, direkt parken und dann etwa 10 Minuten durch die Wiese zum Wasserfall gehen, falls man näher dran möchte. Die ganze Zeit über waren wir die einzigen und wir konnten uns nicht entgehen lassen, für das perfekte Reisefoto ein kurzes Bad zu nehmen. Das Wasser kommt direkt von den Gletschern und ist auch dementsprechend kalt, vor allem im Herbst. Gelohnt hat es sich trotzdem!

Die kleine Lagune ist unglaublich schön, das Wasser ist tiefblau und leuchtend türkis und zusammen mit dem Wasserfall ist es ein wahres Paradies, besonders für Fotografen und Reisende, die die Sehenswürdigkeiten fernab der Menge besuchen wollen.


Geheimer Wasserfall im Osten Islands

Búðir


Von den zahlreichen Kirchen in Island ist Búdir die mysteriöseste und die schönste. Sie befindet sich auf der Halbinsel Snæfellsnes  und ein Ausflug dorthin lässt sich super mit einer Reise zum allmächtigen Kirkjufell verbinden.

Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, muss danach jedoch in eine Autowäsche investieren - der Weg ist wahrlich abenteuerlich und die nicht immer asphaltierten Straßen sind besonders nach Regen voller Schlamm, der allen Autos eine neue Farbe verleiht.

Von der 54 aus erreicht man die schwarze Kirche, wenn man an der Südküste auf die Straße Útnesvegur abbiegt und etwa 10 Minuten lang der Straße folgt. Wer also mal eine andere Kirche sehen möchte, die wirklich in Erinnerung bleibt, sollte unbedingt einen Ausflug zu Búdir machen.


Versteckte Kirche im Westen Islands.

Das waren unsere Top 7 versteckte Sehenswürdigkeiten in Island, von denen ihr bestimmt noch nicht gehört habt, abseits der bekannten Plätze und Wasserfälle wie Skogafoss oder Gullfoss. Wir hoffen, ihr habt eine schöne Island-Reise und sammelt viele tolle Erinnerungen, denn eine Reise nach Island ist jeden Cent wert! Wir können kaum erwarten, wiederzukommen und weitere Wasserfälle und Vulkane zu entdecken.


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Dana und Mateusz, eure Hochzeitsfotografen deutschlandweit

Wir lieben das Reisen, Campen und alles, was mit neuen Erfahrungen in Verbindung steht. Unsere Kamera darf dabei natürlich niemals fehlen. Wenn wir mal nicht fotografieren, machen wir Sport, tanzen oder erkunden die Welt. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Abenteuern; letztes Jahr entdeckten wir die Vulkane und Gletscher Islands und unsere nächste Reise führt uns auf die Blumeninsel: Madeira, Portugal.